Bienenfreundlicher Garten oder Balkon – so geht’s einfach

Einen bienenfreundlichen Garten anlegen kann jeder mit den richtigen insektenfreundlichen Pflanzen ganz einfach.

In kleineren WEGs mag es einfacher ein, die Bepflanzung rund um den Garten und die Grünflächen zu regeln. Übernimmt in größeren Liegenschaften häufig ein Gartendienst oder das Facility Management die Pflege des Grüns, sind in kleinen Einheiten oft die Eigentümer selbst, die Unkraut jäten, Blumen und Sträucher einpflanzen, gießen und zurückschneiden. Gleichzeitig werden aktuell an vielen Orten sterile und lebensfeindliche Schottergärten verboten – Zeit, sich um bienenfreundliche Pflanzen und Alternativen Gedanken zu machen. Wo sollen die weit über 550 Wildbienenarten, zu denen auch die Hummeln gezählt werden, Pollen und Nektar finden? Über 1000 Blüten besucht allein eine einzelne Hummel am Tag. Gärten spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Aber nicht automatisch jeder aufwendig angelegte Garten mit vielen Blüten ist auch ein Paradies für Insekten. Insektidizeinsätze und die Varroa-Milbe machen Bienen zu schaffen. Gefüllte Blüten neuerer Zuchtpflanzen bieten nur wenig Nahrung für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Tiere, diese also lieber nicht kaufen. Zudem sind im Sommer zahlreiche Obstbäume schon verblüht und die Rasenflächen trotz Hitze und Trockenheit kurz – und dazu aufwendig bewässert. Um den Insekten etwas Gutes zu tun, sollten durchgängig bienenfreundliche Blüten zur Verfügung gestellt werden, von den ersten Krokussen bis zu spätblühenden Tagetes und Zinnien.

Pollen oder Nektar? Am besten gleich beides: Bienen und Wildbienen sowie andere Insekten haben von gefüllten Blüten recht wenig. Als Faustregel sind einheimische und traditionelle Pflanzen wie Stauden oder Hagebutten hochgezüchteten Varianten wie beispielsweise neuen Rosensorten vorzuziehen.

Die Infografik zum bienenfreundlichen Garten

Diese Infografik zeigt, wie Sie Ihren Garten / Balkon bienenfreundlich gestalten.

Bienenfreundlichen Garten anlegen

Wildbienen und Hummeln benötigen ein entsprechendes Nahrungsangebot vom Frühjahr bis zum Herbst.
Bienen und Hummeln benötigen ungefüllte Blüten, die in der Tendenz eher in alten Sorten vorhanden sind. Bienenfreundliche Pflanzen sind in der Regel inzwischen als solche gekennzeichnet.

Der Idealfall ist ein Garten mit hoher Biodiversität – also nicht nur die bienenfreundliche Variante, sondern ein Platz für Schmetterlinge, Käfer und weitere Tiere. Für Anfänger oder für alle, die Zeit sparen wollen, gibt es gute Nachrichten: Stauden und Kräuter sind recht anspruchslos, was den Boden und die Bewässerung angeht. Auch auf sandigem, nährstoffarmen Boden gedeihen beispielsweise Lavendel, Fingerhut, Mohn und Königskerze ohne große Aufmerksamkeit richtig gut. Ein perfekt getrimmter Rasen ist da deutlich aufwändiger in der Pflege und Bewässerung. Wer bei der Farb- und Standortwahl unsicher ist, kann inzwischen auf bienenfreundliche Sets aus dem Fachhandel oder aus spezialisierten Staudengärtnereien zurückgreifen. Inzwischen sind bienenfreundliche Pflanzen meist als solche gekennzeichnet und viele Verkaufsstellen setzen bereits bevorzugt auf Grün, welches den Insekten dienlich ist. Das vereinfacht Vieles! Wir haben am Ende des Beitrags eine Liste mit bienenfreundlichen Pflanzen bereitgestellt, um den Einkauf und die Planung von entsprechenden Bereichen auf Balkonen, Terrassen und in Gärten zu vereinfachen.

Verblühte Stauden am besten sich selbst überlassen und die mehrjährigen Pflanzen erst ungefähr Ende April zurückschneiden. Dies erlaubt den Larven der Wildbiene oder auch Spinnen und anderen Insekten die geschützte Überwinterung in den Stängeln.

Ohne Mehrwert für Bienen: Geranien und gefüllte Blüten

Schottergärten, aufgefüllt mit Stein sind lebensfeindliche Räume für Insekten.
Ein Schottergarten mit Tulpe – recht steril und für Bienen und andere Insekten kein lebensfreundlicher Ort. Gerade Gärten und Vorgärten können einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten.

Nicht so gut geeignet für Bienen und Insekten sind beispielsweise Magnolien –  sie haben wirklich schöne, aber recht kurzlebige Blüten ohne großen Wert für Bienen. Ihre Bestäubung übernehmen Käfer. Tulpen, außer Wildtulpen wie Weinbergtulpen, spielen für Insekten des Weiteren ebenfalls keine große Rolle. Stiefmütterchen, gefüllte Dahlien und der überwiegende Teil der Zuchtrosen sind nicht bienenfreundlich und werden auch von anderen Insekten gemieden. Und auch von den überall sehr beliebten und häufig gekauften Geranien und Petunien haben Bienen nichts. Bei Flieder hingegen sind es oft nur die alten Gewächse, die Bienen etwas zu bieten haben. Die neueren, hochgezüchteten Edelsorten jedoch stellen den Insekten in der Regel zu wenig Nektar zur Verfügung.

Für zahlreiche bienenfreundliche Pflanzen benötigt man keinen grünen Daumen und es handelt sich um großartige Anfängerpflanzen, die einiges verzeihen. Ein steriles, unkrautbefreites Umfeld mit Schottergarten hingegen wirkt der Vielfalt der Arten kräftig entgegen.

Bienenfreundliche Sträucher und Bäume

Obstbäume wie Apfelbäume sind besonders bienenfreundlich und bieten Insekten viel Nahrung.
Apfelblüten werden gerne von Insekten angeflogen. Wer vorhat, einen Apfelbaum zu pflanzen, sollte sich an alten Sorten wie etwa Goldpramäne oder Boskoop orientieren. Zudem sind einige der alten Sorten verträglich für Allergiker.

Wer nicht unbedingt auf faden Kirschlorbeer setzen möchte, von dem Insekten nichts haben, hat eine riesige Auswahl an insektenfreundlichen Bäumen und Sträuchern. Die Rosa Villosa, auch Apfelrose genannt,  ist ein bienenfreundliches Wildrosengewächs mit vielen Blüten, die gerne angeflogen werden. Andere Wildrosenarten gelten ebenfalls als wertvoll für Insekten, darunter unter anderem die Hagebutte oder Hundsrose, die Weinrose oder die Zimtrose. Feuerdorn, Weißdorn, Liguster und Weigela stehen ebenfalls hoch im Kurs und zählen zu den bienenfreundlichen Pflanzen. Sämtliche Beerensträucher wie Brombeere, Himbeere oder Johannisbeeren sollten bevorzugt im Beet einen Platz haben, da sie gerne angeflogen werden. Wer auf der Suche nach Bäumen ist, die viel Nektar und Pollen bieten, kann Weiden wie Grau- und Korbweide oder Purpurweiden in die engere Wahl nehmen. Mehlbeeren wie die Echte Mehlbeere, die Schwedische Mehlbeere sind ebenso geeignet, dem Artensterben entgegenzuwirken wie die Elsbeere oder die Vogelbeere.  Mispeln, Vogelkirschen, Walnussbäume, aber auch Wildapfel und Wildbirne sind ökologisch ausgesprochen wertvoll. In Linden und Robinien summt es ununterbrochen im Sommer, sodass neben den klassischen Stauden auch eine große Auswahl an bienenfreundlichen Bäumen gepflanzt werden kann.

Bienenfreundliche Kletterpflanzen: Rankpflanzen für Garten und Balkon

Bienenfreundliche Kletterpflanzen wie Clematis oder Schwarzäugige Susanne ziehen Bienen an und ranken auch in Kübeln und an Fassaden.
Rankpflanzen wie Clematis sind beliebt und auch im Kübel in Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen eine bienenfreundliche Begrünung.

Eine kleine Warnung vorab, nicht jede bienenfreundliche Rankpflanze ist automatisch unproblematisch. Kleine Schäden am Mauerwerk und zu schnell rankende, alles überwuchernde Pflanzen können für Ärger sorgen – wer in einer Wohnungseigentümergemeinschaft wohnt, ahnt es vielleicht schon. Eine Clematis im Kübel mit Rankobelisk auf dem Balkon respektive dem Sondereigentum ist sicher kein Problem, ein ausgepflanzter Schlingknöterich – der nebenbei bemerkt nicht nur Bienen, sondern auch Fliegen anlockt – wächst rasend schnell und gerät leicht außer Kontrolle. Wer Kletterpflanzen mag und Bienen etwas Gutes tun möchte, hat viele Alternativen. Ramblerrosen sind kletterfreudig, bienenfreundlich und blühen überaus attraktiv. Mit Gartenwicken, Stauden- oder Duftwicken, Feuergeißblatt und Klettertrompeten können Sie ebenfalls aktiv etwas gegen das Bienensterben tun.

Insektenfreundliche Bodendecker

Wenn viel Fläche zu füllen ist und wer gezielt nach bienenfreundlichen Bodendeckern sucht, hat eine große Auswahl: Angefangen von Duftsteinrich über Maiglöckchen bis hin zu Waldmeister oder Storchschnabel gibt es in allen Farbrichtungen und für jeden Standort die richtige Pflanze. Leberblümchen, Bergenie, Buschwindrösen oder Große Sternmiere eigenen sich ebenfalls als insektenfreundliche Bodenbedeckung.

Wasser und Insektenhotels: wo Bienen auftanken und wohnen

Insektenhotels und Wasserstellen in einem bienenfreundlichen Garten aufstellen.
Wer einen Garten bienenfreundlich gestalten will, sollte auch an ein Insektenhotel denken. Aber: Nicht jedes Material ist gut geeignet.

Neben der Auswahl der passenden Pflanzen für den bienenfreundlichen Garten sind auch Wasserstellen wichtig. Flache Gefäße, in denen die Insekten auftanken können, leisten einen wichtigen Beitrag. Eine flache Schale mit Steinen, Tonscherben und etwas Moss reicht dabei völlig aus. Bienen benötigen zusätzlich Wasser, auch wenn der von ihnen gesammelte Nektar nur einen großen Teil ihres Wasserbedarfs deckt. An heißen Tagen kühlen Bienen ihren Bienenstock, indem sie Wasser auf die Waben im Brutbereich verteilen. Ihr zusätzliches Flügelfächern sorgt für einen Temperaturausgleich.  Täglich frisch sollte das Wasser für die Insekten jedoch sein. Insektenhotels für Garten und Balkon sind schnell aufgestellt, und dies bitte an einem sonnigen Standort. Es gibt sie inzwischen überall in kleinen wie großen Varianten für Garten und Balkone. Idealerweise befinden sich in unmittelbarer Umgebung des Insektenhotels bienenfreundliche Pflanzen und es steht Wasser zur Verfügung.  Allerdings gibt es immer wieder völlig untaugliche Insektenhotels, die im Handel angeboten werden. Lieber hier und da verblühte Pflanzen wie die Königskerze stehenlassen, denn Bienen suchen sich andere Strukturen als nur horizontal gebündelte Stängel.  Weniger gut für Bienen und andere Insekten funktionieren Nisthilfen aus nicht abgelagertem Holz. Holz arbeitet immer und es können Risse entstehen – Wildbienen mögen dies nicht. Auch Insektenhotels, in denen sich Glasröhrchen befinden, sind ungeeignet. Zwar kann man die Bienen dann beobachten, aber es besteht die Gefahr von Pilzbefall. Auch die überall vorkommenden Hohl- und Lochziegel sind keine gute Wahl. Strangfalzziegel eigenen sich hingegen gut. Königskerzen sind von Natur aus passende Refugien für Wildbienen. Sie kommen teilweise gehäuft vor, jedoch werden sie erst ab dem dritten Jahr von Wildbienen besiedelt, welche im vierten Jahr schlüpfen. Somit ist bei Königskerzen Geduld gefragt – und sowohl der Rasenmäher als auch andere Beeinträchtigung sollten ganz außen vor bleiben.

Bienen und andere Insekten sind wirklich wichtig für das Ökosystem. Das weiß inzwischen jeder. Umso wichtiger ist es, konkret etwas für den Arterhalt zu tun – unabhängig von der Wohnform. Und das ist ganz einfach.

Unkraut? Aber es hilft doch den Insekten

Löwenzahn und anderes Unkraut ist bienenfreundlich, wird aber überall vernichtet.
Löwenzahn ist wohl eine der genügsamsten bienenfreundlichen Pflanzen. Beliebt ist sie, ebenso wie der ähnlich aussehende Hufflattich, bei vielen Gartenbesitzern nicht. Die Kategorisierung in “Unkraut” und “hübsche Blühpflanzen” ist rigoros.

In sterilen Gärten sieht man nichts von den folgenden Pflanzen: Löwenzahn, kriechender Günsel, kriechender Hahnenfuß? Nein, Fehlanzeige. Diese nützlichen und überwiegend anspruchslosen Gewächse sind ein für alle Mal in der Schublade “Unkraut” gefangen. Dabei bieten gerade wild wachsende, heimischen Pflanzen und Wildstauden Insekten viel. Löwenzahnblüten locken Hummeln an und wer weiß, wo man Löwenzahn überall finden kann, ahnt, dass es kaum eine anspruchslosere Pflanze gibt. Giersch, Knoblauchsrauke, Nesseln und Schafgarbe werden schnell aus dem Garten verbannt, leisten aber einen Beitrag zur Biodiversität. Alternativ zu einem komplett gekürzten, unkrautfreien Rasen kann man auch nur einen Teil der Grünfläche mähen und den anderen wilden Teil sich selbst überlassen. Ein bisschen Saatgut für Mohn, Zinnien und Kapuzinerkresse darauf aussäen, fertig ist die Schnellvariante. Zudem sind viele auf den ersten Blick und beim Einkauf unscheinbare Zierpflanzen erst spektakulär in der Wirkung, wenn man ein paar von ihnen zusammenpflanzt und sie etwas angekommen und gewachsen sind. Sehr viele bienenfreundliche Pflanzen wie Königskerze, Kapuzinerkresse oder auch Brennnesseln sind zudem beispielsweise wirksame Heilkräuter oder nützliche essbare Wildpflanzen.

Aus Brennnesseln kann man unkompliziert nahrhaften Dünger herstellen.  Klein geschnittene Brennnesseln in einen Eimer geben, mit Wasser aufgießen, lose und an eine weit entfernte, sonnige Ecke des Gartens stellen und mit einem Deckel abdecken. Die Jauche im Idealfall häufig umrühren. Schäumt es nicht mehr, ist der Gärungsprozess durchlaufen und der Flüssigdünger fertig. Kaffeesatz eignet sich ebenfalls gut als Dünger.

Einen bienenfreundlichen Balkon pflanzen und gestalten

Kapuzinerkresse ist eine bienenfreundliche Balkonpflanze ohne zu große Ansprüche.
Kapuzinerkresse gedeiht in so ziemlich jedem Balkongefäß und ist nicht sonderlich anspruchsvoll. Sowohl Blüten als auch Blätter sind essbar. Es gibt rankende sowie nicht rankende Varianten dieser bienenfreundlichen Pflanze, die man ganz leicht aus Saatgut ziehen kann.

Nicht nur in Gärten schwirren die Insekten, auch Balkone können mit ein wenig Hintergrundwissen zu bienenfreundlichen Refugien gestaltet werden. In Balkonkästen, Kübeln und Hochbeeten gedeiht viel bienenfreundliches Grün auf unkomplizierte Weise. Erfahrungsgemäß vertragen jedoch viele Pflanzen Staunässe nicht, mit einem Abfluss im Gefäß und dem entsprechenden Material geht es besser. Welche Pflanzen genau ausgesucht werden sollten, entscheidet auch die Frage, ob man einen sonnigen Südbalkon hat, einen lichtarmen Nordbalkon oder einen halbschattigen West- oder Ostbalkon. Insektenfreundliche Pflanzen für Balkonkästen gibt es viele und sie sind ohne Weiteres im Handel oder als Saatgut erhältlich. Besonders für Balkonkästen eignen sich die bereits erwähnten Kräuter. Bei diesen gibt es unterschiedliche Varianten wie etwa Schopfsalbei, Bergminze oder Schopflavendel, die sehr gerne von Bienen angeflogen werden und lange blühen. Minze sollte ohnehin nicht leichtfertig ausgepflanzt werden, sie breitet sich zu schnell aus. In Kübeln , Hochbeeten und Balkonkästen ist sie jedoch eine anspruchslose bienenfreundliche Pflanze für alle, die wenig Zeit oder Lust haben, großen Aufwand zu betreiben. Möchte man auf dem Balkon mehr in Richtung der klassischen Blühpflanzen gehen, eigenen sich Löwenmäulchen, Ringelblumen, Kornblumen und Malven ebenso wie Zinnien gut. Stauden auf dem Balkon können oft viel Sonne vertragen und sind nicht so empfindlich wie hochgezüchtete Blühpflanzen. Zudem sind die meisten Stauden winterhart und erscheinen einfach im nächsten Jahr wieder. Bei Rosen gilt: Nur die ungefüllten, alten Sorten wie Rosa gallica Versicolor oder Wildsorten stellen für Bienen einen Mehrwert da. Das gilt auch für Pfingstrosen: Die ungefüllten Bauern-Pfingstrosen sind bei Insekten beliebt und definitiv ein winterharter und nicht allzu anspruchsvoller Hingucker auf dem Balkon. Gut im Kübel machen sich auch die eben erwähnten Rankpflanzen. Wer etwas mehr Platz auf dem Balkon oder der Terrasse hat, kann auch in Pflanzkübel gleich auf einen etwas größeren Wolligen Schneeball oder auf Jasmin setzen.

Überblick  Liste: insektenfreundliche Pflanzen für Bienen und Co.!

  • Aster
  • Allium
  • Akelei
  • Azalee (Rhododendron)
  • Berg-Flockenblume
  • Baldrian
  • Bauern-Pfingstrose (ungefüllt)
  • Beinwell
  • Berberitze
  • Bergenie
  • Blaudistel
  • Blauregen (Glyzinie)
  • Borretsch
  • Buschwindröschen
  • Christrose (Schneerose, Nieswurz, Heleborus niger)
  • Dahlien (ungefüllt)
  • Duftnessel
  • Echter Alant (Helenenkraut)
  • Echtes Mädesüß
  • Efeu
  • Eisenhut
  • Eisenkraut (Verveine)
  • Fächerblume
  • Färberkamille
  • Fetthenne
  • Frauenschuh
  • Funkie (Hosta, Herzblattlilie)
  • Gefleckte Taubnessel
  • Geißblatt (z. B. Feuergeißblatt)
  • Gemeiner und Wolliger Schneeball,
  • Gemüsepflanzen (Kürbis, Zucchini usw.)
  • Gewöhnlicher Wasserdost
  • Giersch
  • Glockenblume
  • Goldlack
  • Goldrute
  • Herbstzeitlose
  • Holunder (roter und schwarzer)
  • Hundsrose (Hagebutte, Apfel-Rose)
  • Indianernessel
  • Jasmin (auch Falscher Jasmin, Pfeifenstrauch)
  • Johanniskraut
  • Kapuzinerkresse
  • Katzenminze
  • Klettertrompeten
  • Knoblauchsrauke
  • Kohl
  • Königskerze
  • Kornblume
  • Krokusse
  • Küchenschelle (auch Kuhschelle)
  • Kugeldistel
  • Kürbis
  • Lavendel
  • Leberblümchen
  • Liguster
  • Lilien
  • Löwenmäulchen, Zwerglöwenmäulchen (Antirrhinum majus)
  • Lungenkraut
  • Lupine
  • Mädchenauge
  • Maiglöckchen
  • Malven
  • Mariendistel (Sylphinum marianum)
  • Mohn (auch Türkischer Mohn)
  • Natternkopf
  • Oregano (auch: Majoran, Echter Dost, Müllerkraut, Dorst, Wohlgemut)
  • Phlox (Flammenblumen)
  • Pfaffenhütchen
  • Portulakröschen
  • Ramblerrose
  • Ringelblume
  • Rittersporn (Delphinium)
  • Schafgarbe
  • Schmuckkörbchen
  • Schneeflockenblume
  • Schwarzäugige Susanne
  • Schwertlilien
  • Skabiose
  • Sonnenauge
  • Sonnenblumen
  • Sonnenbraut
  • Sonnenhut
  • Steppenkerzen (Lilienschweif, Kleopatranadel)
  • Sterndolde
  • Stockrosen
  • Storchschnabel
  • Teppich-Glockenblume
  • Teppich-Hartriegel
  • Thymian
  • Vanilleblume
  • Waldmeister (u.a. auch Sternleberkraut, Walpurgiskraut, Waldmeier oder Maikraut genannt)
  • Waldreben (Clematis)
  • Wandelröschen
  • Wasserdost
  • Weiden (z. B. Grauweide, Purpurweide, Silberweide)
  • Weigela
  • Wicken (z. B. einjährig Duftwicke, mehrjährig Staudenwicke)
  • Wiesen-Storchschnabel
  • Wilde Möhre
  • Winterjasmin
  • Wollziest
  • Ysop
  • Zimtrose
  • Zitronenmelisse
  • Zucchini

Wer sich in der Eigentümergemeinschaft einig ist, so selten es vorkommen mag, kann auch auf spezialisierte Gartenbaubetriebe setzen, die Staudengärten – beispielsweise im Vorgarten -, professionell anlegen. In zahlreichen Eigentümerversammlungen ist die Gartengestaltung ohnehin ein Dauerthema. Die Zahl der Anbieter wächst aufgrund der Nachfrage stetig. Kleinere WEGs mit nur wenigen Einheiten haben die Option, sich nicht nur im Fachhandel, sondern auch in Kleinanzeigenportalen Ableger von Stauden zu kaufen. Dies ist eine besonders preisgünstige Art, Grünflächen bienenfreundlich zu gestalten und man erhält in der Regel gesunde Pflanzen oder sogar seltene alte Sorten für das Beet oder den Balkon.

Gute Kompromisse in einer WEG oder Mietwohnung: Hochbeete und Kübel

Hochbeete und der Trend zum urban gardening geht auch bienenfreundlich.
Es muss nicht immer direkt ein gepflanzter Apfelbaum sein. Auch kleine, einjährige Setzlinge können gut für Bienen sein. Einfach geht es auf Balkon und Terrasse zum Beispiel im Hochbeet. Kürbisblüten oder andere Gemüsepflanzen wie Zucchini oder Möhren sind bienenfreundlich.

Kein Wunder, dass Hochbeete immer beliebter werden. Gerade Mieter oder Eigentümer in großen WEGs haben so die Möglichkeit, sich ein Kräuterhochbeet oder mindestens ein solches mit Gemüse oder Blühpflanzen anzulegen. Das geht unkompliziert auf dem Balkon oder der Terrasse. Achtet man ein bisschen auf die Pflanzenauswahl, kann man den Bienen und anderen Insekten gleichzeitig viel Gutes tun. Hochbeete mit Stauden oder Kräutern sind ideal, wenn man eine Eigentumswohnung mit Garten und Terrasse besitzt. Diese Pflanzen sind besonders anspruchslos und benötigen keine sonderlich große Aufmerksamkeit. Mit Ausnahme der Petersilie, des Korianders, des Zitronenthymians und der buntblättrigen Thymiansorten ist der überwiegende Teil dieser Kräuter winterhart. Oregano, Bergbohnenkraut, Rosmarin und Zitronenmelisse eignen sich ebenfalls für Kübel, Töpfe sowie für Hochbeete auf dem Balkon. Obacht: Koriander ist etwas empfindlicher und Minze wird rasch invasiv und breitet sich extrem schnell aus. Wesentlich einfacher ist es, gegebenenfalls auch auf einjährige Pflanzen zu setzen – besonders in einer Mietwohnung mit Garten. Vanilleblume, Portulakröschen oder Sonnenblumen sind bienenfreundliche Pflanzen für einen Sommer und nicht winterhart oder ausbreitend.

Schön und giftig: Achtung bei diesen bienenfreundlichen Pflanzen

Blauregen ist bienenfreundlich und beliebt, aber giftig.
Blauregen an Fassaden sehen wunderschön aus und bieten Bienen viel. Allerdings ist diese Pflanze überaus giftig. Vorsicht also bei der Pflanzenauswahl.

Wer Kinder, Hunde, Katzen oder andere Lebewesen wie Kaninchen oder Meerschweinchen zuhause hat, sollte hier und da wirklich aufpassen bei der Pflanzenwahl. Nicht alle bienenfreundlichen Pflanzen und Gewächse für Balkon und Garten sind ungiftig, sondern wirklich mit Vorsicht auszuwählen. Lektin ist in Blauregen enthalten, Digitalis in Fingerhut – und dies sind nur einige Beispiele für Gifte in bekannten Gartenpflanzen. Teilweise ist die gesamte Pflanze giftig, bei einigen sind es “nur” Teile davon. Dabei sind auch Pflanzen, die oft miteinander verwechselt werden wie die giftigen Maiglöckchen, welche ab und zu für Bärlauch gehalten werden. Wer einen neuen Bereich bienenfreundlich anlegen möchte, sollte die giftigen Pflanzen also besser kennen.

Ungeeignet sind unter anderem die folgenden bienenfreundlichen Pflanzen, wenn Kinder und Tiere in der Nähe sind:

  • Blauregen/Glyzinie
  • Berberitze
  • Christrosen
  • Eibe
  • Eisenhut
  • Fingerhut
  • Gartenwicken
  • Herbstzeitlose
  • Kuhschelle/Küchenschelle
  • Lupine
  • Maiglöckchen
  • Pfaffenhütchen
  • Rittersporn
  • Tollkirsche

Neben den bereits erwähnten giftigen Pflanzen ist ebenfalls der Riesen-Bärenklau zu nennen, der wild wächst und giftig ist; ebenso das Jakobskreuzkraut, das auf naturbelassenen Flächen häufig vorkommt.

Lieber nicht: Bienenweide als Mischung aus der Tüte

Es klingt so praktisch und bienenfreundlich – die fertige Mischung aus der Tüte. Unterschiedliche Namen der Saatgutmischungen und Saatbomben suggerieren die unkomplizierte Bienenweide oder Schmetterlingswiese aus der Packung. Leider sind die versprochenen Wildblumen, die darin enthalten sind, oft weder einheimisch, noch entspricht der Aufdruck dem tatsächlichen Pflanzeninhalt. Zu dem Ergebnis kommt die Bochumer Botanische Vereinigung in einer vom NABU beachteten Veröffentlichung. Was in den Saatgutmischungen enthalten ist, ist weitestgehend unbekannt und letztlich Glückssache. Es können auch hauptsächlich Produktionsreste von Gelbsenf enthalten sein, der als Gründünger in der Landwirtschaft eingesetzt wird und ohnehin massenhaft vorhanden ist. Andere Wildblumenarten werden von diesem unter Umständen schnell verdrängt. Besser ist es, sich aus der oben genannten Liste Saatgut zu besorgen und dies in Kübel und Kästen auf dem Balkon oder auf Flächen im Garten zu verteilen. Schmuckkörbchen, Löwenmäulchen, Mohn, Sonnenblumen und Stockrosen gibt es beispielsweise günstig als Einzelsaatmischung, andere nützliche und bienenfreundliche Pflanzen ebenfalls.

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